Badami

     

Badami - fast eine Weltreise entfernt

Unser nächstes Ziel Badami ist gar nicht einmal so weit von Hampi entfernt. Gerade einmal 140 km, wenn man den Landkarten glauben schenken darf. Doch einmal mehr sollten wir um diese Strecke zu bewältigen das ganze Chaos des indischen Verkehrswesens genießen dürfen. Das ganze begann eigentlich schon im Hampi. In einer touristisch geprägten Stadt wie Hampi war es nicht möglich, Informationen über die Busverbindungen zu bekommen. Weder an der Busstation noch in Reisebüros oder sonstigen Einrichtungen. Nada, nichts. So mussten wir uns auf die doch eher spärlichen Informationen der Reiseführer verlassen. Daher fuhren wir am Morgen erstmal nach Hospet (13km). Hier sollten täglich 2-3 Busse nach Hampi fahren, so die Info. Doch wann und wo fahren diese ab? Auch die Befragung eines guten Dutzend an Busfahrern und in einem Reisebüro brachten kein Ergebniss. Alles was nicht die eigene Fahrtstrecke betrifft scheint hier keinen zu interessieren. Also fuhren wir weiter nach Gadag (90 km). Von hier aus sollten die Busverbindungen viel besser sein. Und in der Tat schien alles ganz einfach. Um 12:00 Uhr von Bussteig 6 sollte es weiter gehen. 30 Minuten warten. Ok. Nach einer Stunde war vom versprochenen Bus immer noch nichts zu sehen. Also gingen wir wieder zum Infoschalter. jetzt hieß es, der Bus würde nicht hier, sondern am alten Terminal, 2 km entfernt, abfahren. Also rein ins Tuk Tuk und los. Am alten Terminal angekommen wurde uns mitgeteilt, dass wir den Bus um 5 Minuten verpaßt hatten. Der nächste würde erst in 4 Stunden fahren. Wir könnten aber mit dem Bus nach Ron (40 km) fahren und dort umsteigen. Gesagt getan. Tatsächlich kamen wir irgendwann in Ron an und erwischten hier auch einen völlig überfüllten Minibus, der uns die 30 km nach Badami brachte. So hatten wir gegen 16:00 Uhr, über 9 Stunden nach unserer Abfahrt, mit kleinen Umwegen die 140 km nach Badami geschafft.


Ausblick über Badami von einem der Höhlentempel


Badami selbst sollte uns sehr positiv überraschen.4 kleine hübsche Höhlentempel in toller Landschaft und die kleinen Seitengäßchen der Stadt, in denen es allerhand zu entdecken gab erinnerten mich Teils stark an Afrika. Einmal mehr zeigte uns Indien ein ganz anderes Gesicht. Der Zwischenstopp auf dem Weg nach Pattadakal hatte sich auf jeden Fall gelohnt...


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